why try to make i unhappy 
really i don't know 
if it was up to them my friend 
we would never see the sun and the snow 
through that mystical communication within 
we keep on coming together 
i love to see brothers and sisters 
looking out for one another 
that's the way it should be - not contrary,
stop tearing down each other.

[buju banton - hills and valleys]
			
"das konzert wird in berlin stattfinden, und das ist auch gut so!", so der wortlaut des deutschen tourmanagers christoph von revelation concerts. und so war es dann auch. nachdem der gig herumgereicht wurde, wie ein wanderpokal - die potentiellen veranstalter bekamen von verschiedenen stellen die 'empfehlung' ihre locations nicht fuer einen 'hass-prediger' zur verfuegung zu stellen - entschied sich der h2o club den 'unangenehmen' gast aufzunehmen.
ganze 2 abgesandte der aufgebrachten schwulen gemeinde demonstrierten viel zu spaet vor dem club, ansonsten profitierte nur die u21 des lka von einem konzertbesuch auf kosten der steuerzahler.
letztere waren buju banton direkt zugeordnet, um zu gewaehrleisten, dass seine performance 'sauber' blieb. erste amtshandlung bestand darin den marketing stand unter die lupe zu nehmen. lachhaft. ob ein schnellkurs im patois absolviert wurde oder ob die gesetzeshueter nur auf die lautfolge 'bum bei bei' bzw. 'battimann' abgerichtet waren, liess sich nicht in erfahrung bringen. eine moegliche detektion von extremen aussagen haette noch in der analyse der publikumsreaktion bestanden. im schlimmsten fall waere man dann eingeschritten, wenn buju 'one love' gesagt haette.

das line-up: ganjah delux als warm-up. die til shiloh band mit den background-saengerinnen (althea, angel, nicky burt) im solo-interlude spielten evergreens wie 'uptown top ranking' / 'i'm still in love'.

buju banton zeigte wie eh und je keine beruehrungsaengste und bewegte sich im h2o wie in seinem kingstoner stammlokal. gegen 23:30 kam der gargamel auf die buehne. er verstand es das publikum durch tempo-wechsel, medleys, freestyles und speeches (dem can't stop the music) in seinen bann zu ziehen. die til shiloh band drueckte ebenso die harten dancehall-beats der fruehen 90er bis 2004, als auch die roots und ska-nummern durch die lautsprecher. der banton ritt diese riddims mit 'gold spoon', 'big it up', 'batty rider' ueber 'sha la la', 'murderer' bis zu 'mighty dread', 'hills and valleys', 'untold stories' und 'better ago come'.
'pull it up', 'movie star' und 'queen and lady/my woman now' liessen wayne wonder und beres hammond dank buju's aussergewoehnlicher stimme nur kurz vermissen.
in seinen interludes gab sich buju sowohl kritisch 'we are still slaves. but it doesn't matter if we're black or white!' und nachdenklich 'right now people are crying and dying. not everybody can have a nice time like yah now!' bis rebellisch 'dem can't stop de music weh de people want! can't stop reggae music.' und wetterte im freestyle gegen die presse: 'mi is a rastaman, come from jamaica but ina di media dem call mi mass murderer'.
buju banton bewies erneut seine klasse, war aufgeschlossen und gut gelaunt.
hoffentlich hat der stress um seine tour ihm nicht die laune auf die naechste tour verdorben und hoffentlich wird es auch weiter tourmanager und veranstalter geben, die einen kuenstler nicht nach 12 jahre alten jungendsuenden - von denen er sich oeffentlich distanziert hat - bewerten, sondern nach seiner derzeitigen klasse als einer der top-a-top musiker jamaica's!
everesting respect to all who made this concert possible!
source + additional info:
revelation concerts
anti records
kesselhaus berlin

offizielles statement zu auftritten des kuenstlers buju banton in deutschland
deutsches management

sehr geehrte damen und herren,
als fuer den jamaikanischen kuenstler buju banton in diesem jahr zustaendiger deutscher tourneeveranstalter ist es in letzter zeit zu einer vermehrten kritik an dem kuenstlerischen schaffen des vorgenannten kuenstlers gekommen.
diese kritik mag teilweise zutreffend sein, sie mag in teilen auch uebertrieben und von mutmassungen und vorverurteilungen gepraegt sein. zutreffend ist wohl, dass der kuenstler zumindest in seinem lied “bum by by” in einer auch von mir nicht tolerierten weise homosexuelle und deren praktiken verurteilt und verunglimpft hat.
meines wissens hat aber auch der kuenstler zwischenzeitlich erkannt, dass diese form der meinungsaeusserung in seinem lied nicht nur hier in deutschland, sondern auch weit darueber hinaus zu berechtigter und ernst zu nehmender kritik gefuehrt hat.
der kuenstler spielt dieses lied nicht mehr (so bspw. auch nicht auf den shows am vergangenen samstag 14.8. bei den eroeffnungsfeiern der olympischen spiele in athen oder sonntag 15.08 auf dem reggae sundance festival in eindhoven) die hier vorliegende kritik bezieht sich insoweit auf ein im jahre 1992 veroeffentlichtes stueck. er hat meines wissens auch keine weiteren lieder dieser art geschrieben und veroeffentlicht.
vielmehr verfuegt der kuenstler mittlerweile ueber ein repertoire von mehr als 100 liedern, welche texte sich ausschliesslich um die karibische kultur, deren musik und lebensweise, religion sowie den aufruf zum weltweiten frieden und miteinander handeln. kein einziges dieser lieder beinhaltet schwulenfeindliche textstellen.
fuer meine person kann ich mitteilen, dass ich rassistische, sexistische und sonstige diskriminierende texte absolut verurteile und mich ausdruecklich von solchen diskriminierungen gegen homosexuelle distanziere. ich werde dieses auch dem kuenstler bereits im vorfeld mitteilen. sollte buju banton - wider erwarten – sich nicht daran gebunden fuehlen, so werden alle geplanten konzerte in deutschland nicht mehr durchgefuehrt und ich werde dessen vertretung in deutschland zukuenftig strikt ablehnen. christoph tewes geschaeftsinhaber revelation concerts

official buju banton response by penthouse productions
jamaican management

this release is being circulated in response to recent media allegations reporting that the artist buju banton is being sought by the police in jamaica in connection with an attack on a group of gay men. buju banton and his management would like to confirm that these allegations are completly untrue and wholly unfounded. buju banton has recently and openly been staying in jamaica and at no time has been approached or questioned by the jamaican police, and at no time does he expect to be approached or questioned by the jamaican police in connection with this purported incident.
it is unfortunate that amnesty international can react to malicious vindictive allegations, when the security forces have dismissed this allegation.
“boom bye bye” was done in 1992, and buju has gone past that issue and has not written any song addressing that issue since. we could understand amnesty position if this allegation was true or buju has done any further song on this issue. - donovan germain and mark myrie p.k.a. buju banton - august 16th