berlin, 1982: volkan a. - kind türkischer einwanderer - erblickt das licht der welt.
er wächst in guten verhältnissen auf, entscheidet sich nach dem abitur für ein studium der medizin.
alles scheint seinen normalen gang zu gehen. er ist unauffällig. vorerst!

was seine kommilitonen und professoren nicht wissen: volkan verbringt einen großteil seiner freizeit in reggae-clubs, in denen er sich hin und wieder ein mikrophon schnappt und die vollgekifften hippies mit seinen liedern bei der stange hält.

textlich bewegt er sich dabei zwischen liebe und lebensfreude, aber auch trauer und wut über die gesellschaftlichen missstände werden verarbeitet.

wissenschaftler vermuten die wurzeln dieses phänomens bereits in der frühen jugend volkans.

mit 14 jahren fing er, inspiriert durch den g-funk der westküste der usa, an zu rappen.
das gangsterleben war "da volcano", wie er sich damals nannte, aber zu langweilig.
der mangel an melodie im sprechgesang (und die tatsache, dass man als rapper weniger frauen abbekommt als z.b. r. kelly) ließ ihn zum r'n'b und soul abwandern.
er wollte selbst einer dieser ginuwines, ushers und barry whites werden.

ein weiteres schlüsselerlebnis ereignete sich erst vor wenigen jahren:
im sommer 2001 - volkan lief gerade nichtsahnend eine straße entlang - steigerte sich hinter einem offenen fenster scheinbar eine beziehungskrise ihrem höhepunkt entgegen. man konnte es schon von weitem hören: es wurde gestritten und geschrien. plötzlich flog eine kiste in hohem bogen aus dem fenster, direkt vor seine füsse. eine unmenge an kassetten verteilten sich auf dem gehweg.
sekunden später kam ein wenig glücklich aussehender zottelkopp aus der haustür und fing an die kassetten wieder einzusammeln.
der im grunde freundliche volkan half ihm dabei, und als dank schenkte ihm der gebeutelte musikliebhaber eine kassette.
zu hause angekommen, er schmunzelte noch immer über das doch sehr strange erlebnis, steckte er das tape in seine anlage und ging in die küche, um etwas zu essen zu machen.
der dancehall-mix verließ 3 wochen lang nicht das tape-deck.
auf diese weise infiziert legte er den namen "da volcano" ab.
volkanikman wurde geboren.

heutzutage kommt volkan recht gut mit seinem leben zurecht. klar - life is not easy - aber durch diverse auftritte auf messen, in schulen, clubs und auf demonstrationen sammelte er und sammelt noch immer live-erfahrungen.
kontakte zu 'leidensgenossen' wie ganjaman, p.r. kantate, culcha candela, seinen hauptproduzenten von so much style (www.somuchstyle.com) und anderen produzenten helfen ihm mit seiner "andersartigkeit" klarzukommen.
durch die ehrliche kritik derer, die etwas von dieser musik verstehen, entwickelt sich volkanikman immer weiter.

neuerdings scheint sich bei volkan eine bisher schlummernde schizophrenie prächtig zu entwickeln.
der 23-jährige spricht - und singt! - mit mehreren stimmen:
eine hellere gesangsstimme, die seine weiche seite - den frauenversteher - widerspiegelt und eine raue deejay-stimme, die für alles steht, was wir eigentlich lieber unterdrücken wollen.

allerdings sind die experten guter dinge, dass der junge volkan a. auch diese "behinderung" meistern wird. seine bemühungen, ein vollwertiges mitglied unserer gesellschaft zu werden, sind jedenfalls deutlich zu sehen.

wir wünschen ihm auf diesem weg viel glück und erfolg!